Digitale Projekte fordern heute alles gleichzeitig: Sie müssen technisch einwandfrei funktionieren, visuell beeindrucken und am besten schon gestern fertig sein. Doch wie koordiniert man dieses Zusammenspiel aus durchdachtem UX- und UI-Design, der Programmierung sowie Kundenwünschen, ohne dabei den Spaß an der Sache zu verlieren?
In unserem Interview gibt Nadja Einblicke in ihre facettenreiche Rolle als „Springerin“ bei FONDA. Als Expertin für Werbung, UX-Design und Projektmanagement begleitet sie Kampagnen von der ersten Vision bis zum fertigen Roll-out und sorgt als „Head of Fun“ höchstpersönlich dafür, dass bei allem Fokus auf Effizienz der interne Zusammenhalt niemals zu kurz kommt. Sie erzählt uns, warum sie sich in ihrer täglichen Arbeit gegen Branchen-Nischen ausspricht, wie KI ihren kreativen Prozess verändert hat und warum man manchmal den Mut braucht, die eigene Komfortzone komplett zu verlassen.
Hallo Nadja! Wenn man auf die Teamseite schaut, stehen da bei dir ziemlich viele Bezeichnungen: Werbung, UX- und UI-Design, Projektmanagement und „Head of Fun“. Was genau sind eigentlich deine Aufgaben hier und wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Hi! Dadurch, dass ich so breit aufgestellt bin, ist es wirklich unterschiedlich und es kommt immer auf das Projekt an, bei dem ich gerade dabei bin. Oft wird hier im Büro gesagt, ich sei die „Springerin“, weil meine genaue Aufgabe jeden Monat ganz anders aussehen kann: Je nachdem, ob ich als UI-/UX-Designerin oder als Projektmanagerin eingeteilt bin. Und wenn Weihnachten vor der Tür steht, plane ich als „Head of Fun“ eben auch mal die Weihnachtsfeier.
Welches Projekt beschäftigt dich gerade besonders oder hat dich in der Vergangenheit besonders mitgenommen?
Aktuell finde ich die Wiener Sängerknaben richtig cool. Das ist ein sehr schönes Projekt, bei dem wir gerade in der finalen Phase sind. Das Team dort ist super lieb und die Location im Palais Augarten ist einfach toll. Ich mag Projekte im Kulturbereich sehr gerne. Ansonsten mache ich gerade mit weiteren Kolleg:innen eine Kampagne für eine Spedition. Das ist spannend, weil es wieder einfach etwas komplett anderes ist. Wir machen z.B. das Branding für eine neue Lokomotive und eine Direct-Mailing-Kampagne.
Was findest du an unseren Kunden besonders toll?
Was ich bei FONDA am coolsten finde, ist, dass wir keine Nische bedienen, sondern total breit aufgestellt sind. In einem Monat machst du etwas für ein Museum, im nächsten für eine Spedition oder eine Bank. So wie wir es auch auf der Website stehen haben: „Täglich eine neue Brille“. Es macht total viel Spaß, Trends aus einer Branche kreativ in eine ganz andere zu übertragen und so frische Lösungen für komplexe Probleme zu finden.
Was genau ist dein Aufgabengebiet in der Rolle der Projektmanagerin?
In dieser Rolle ist man die zentrale Schnittstelle für das gesamte Projekt. Man begleitet den Kunden vom Erstgespräch an und koordiniert das Team – vom fertigen Konzept über das Design bis hin zum Briefing der Entwicklung. Als Projektmanagerin behält man Termine, Budgets und Deadlines im Blick, plant Workshops und schreibt Angebote. Besonders wichtig ist dabei, alle Beteiligten auf dem neuesten Stand zu halten und für eine gute Stimmung im Team zu sorgen. Kurz gesagt: Man organisiert alles, was für einen erfolgreichen Projektablauf nötig ist.
Man sagt ja in unserer Branche oft, dass Designer:innen das Machbare pushen wollen, während Entwickler:innen eher bremsen. Wie moderierst du solche Situationen als Projektmanagerin?
Das kommt oft vor, zum Beispiel wenn ein Kunde etwas will, das technisch nur mit extrem hohem Aufwand umsetzbar wäre. Da muss man vermitteln und Lösungsvorschläge bringen, die sich für den Kunden auch rentieren. Wir machen es meistens so: Wenn wir im Design einen Stand haben, gibt es ein Meeting mit den Developern. Wir zeigen ihnen die Entwürfe, und wenn sie der Meinung sind, dass etwas schwierig oder nicht umsetzbar ist, suchen wir bereits im Design-Schritt nach Alternativen, bevor wir es dem Kunden zeigen. Wir stimmen das Design also immer vorher mit der Technik ab. Das macht die Sache für alle Beteiligten viel klarer.
Kommen wir zur Rolle als „Head of Fun“. Warum ist diese Position für die interne Kultur bei FONDA so wichtig?
Ich glaube, Spaß an der Arbeit ist essenziell. Meine Rolle trägt sicher dazu bei, aber das Betriebsklima allgemein ist der größte Faktor. Unser Job ist sehr stark teamorientiert, wenig kann von einer Person allein gelöst werden. Da ist es wichtig, dass man sich gut versteht und auch mal nach der Arbeit gemeinsam etwas trinken geht. Wir leben diese Firmenevents sehr aktiv, egal ob große Partys oder kleine Dinge, wie wenn wir gemeinsam für jemanden zum Geburtstag singen. Das stärkt den internen Zusammenhalt und das Klima. Im Grunde ist „Head of Fun“ wie eine Projektmanagerin für die gute Stimmung im ganzen Team.
Was macht FONDA für dich persönlich aus? Warum kommst du gerne hierher?
Vor allem das Team und die Projekte. Es ist toll, hierherzukommen und Freund:innen zu sehen. Wir haben viel Spaß zusammen, auch außerhalb der Arbeit. Die Location im siebten Bezirk ist super, und unser Büro im zweiten Stock mit der eigenen Sauna macht einfach Spaß. Außerdem brauche ich die Abwechslung, weil ich mich schnell langweile. Das Agentur-Business ist jeden Monat anders, es ist stressig, aber man arbeitet mit Leuten zusammen, die man gerne hat.
Gibt es einen speziellen Schlüsselmoment bei FONDA, an den du dich gerne zurück erinnerst?
Ja, da gab es einige prägende Momente – zwei davon sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Der erste war kurz nach meinem Praktikum bei FONDA, als mir die Leitung für mein erstes großes Projekt übertragen wurde. Es hatte eine Laufzeit von über einem Jahr und viele Beteiligte auf beiden Seiten. Ich war unglaublich nervös, da ich zuvor noch nie einen Workshop geleitet hatte. Ich erinnere mich noch genau, wie wir im Innenhof standen und ich zweifelte: ‚Ich weiß nicht, ob ich das schaffe.‘ Aber das Team hat mich so bestärkt und mir zugeredet – besonders mit dem Gedanken, dass man sich gerade als junge Frau trauen muss. Am Ende lief das Projekt hervorragend. Ich war danach sehr stolz auf mich und bin an dieser Aufgabe extrem gewachsen, weil ich meine Komfortzone verlassen habe. Ein ähnlicher Moment war meine erste Präsentation bei den GEO Sessions vor etwa 80 Kunden. Ich konnte vorher tagelang nicht schlafen, aber auch da lief alles super. Mein Fazit: Raus aus der Komfortzone – es lohnt sich!